© 2026 Rentokil Initial plc | Rentokil® und Initial® sind registrierte Warenzeichen | Diese Webseite unterliegt den Aussagen innerhalb der rechtlichen Hinweise.
Eine Branche justiert sich neu
20. November 2025
Früher war Schädlingsbekämpfung eine Dienstleistung mit klarer Aufgabe: Den Schädling beseitigen, egal wie. Heute ist daraus ein hochspezialisierter Beratungsberuf geworden – mit zunehmender regulatorischer Verantwortung und wachsender digitaler Komplexität. Rentokil zählt zu den Unternehmen, die diesen Wandel, der bereits in den 90ern seinen Anfang nahm, aktiv vorantreiben.
Wer die Arbeit moderner Schädlingsbekämpfer beobachtet, erkennt schnell, dass sie weit mehr leisten als das reine Aufstellen oder Tauschen von Fallen oder das Aussprühen von Räumen. Wenn sie Produktionshallen, Lager und Küchen betreten, wissen sie genau, worauf es in solch sensiblen Umgebungen ankommt. Jede Begehung ist immer auch eine Analyse der individuellen Situation: Wo bestehen strukturelle Schwachstellen? Welche Prozesse erhöhen das Risiko? Wie lassen sich Hygiene, Monitoring und Prävention intelligent verzahnen?
Diese Nähe zum auftraggebenden Betrieb macht die Schädlingsbekämpfer zu Beratern mit wertvollem Praxisblick. Ihre Empfehlungen entstehen nicht am Schreibtisch, sondern direkt vor Ort und auf Basis von Erfahrung, Daten und Beobachtung.
Mit dem Verbot der befallsunabhängigen Dauerbeköderung (BUD), das voraussichtlich im Sommer 2026 in Kraft tritt, steht die Branche vor einer Zäsur. Dauerhafte Giftköder zur Schadnagerkontrolle werden dann nur noch in eng definierten Ausnahmefällen erlaubt sein. Das verändert nicht nur die Praxis der Schädlingsbekämpfung grundlegend. Es erhöht auch den Bedarf an geschulter Beratung, da viele Auftraggeber verunsichert sind, wie sie die Qualität der Schadnagerprävention im eigenen Betrieb ohne eine BUD aufrechterhalten können. „Schädlingsmanagement ist heute ein elementarer Teil des Qualitätsmanagements“, sagt Dr. Christian Klockhaus, Director Science & Technology bei Rentokil Initial. „Unsere Aufgabe ist es daher mehr denn je, Risiken zu erkennen, bevor sie entstehen, und Lösungen zu bieten, die im Audit genauso Bestand haben wie im betrieblichen Alltag unserer Kunden.“
Mit dem internen Trusted-Advisor-Programm hat Rentokil bereits vor rund zwei Jahren ein internes Qualifizierungsmodell etabliert, das genau auf diesen Bedarf reagiert. Ziel ist es, alle Rentokil Techniker in die Lage zu versetzen, nicht nur akute Probleme zu lösen, sondern die Kunden vor Ort aktiv zu beraten.
Die Grundlage dafür ist das Integrated Pest Management (IPM). Es funktioniert wie eine Pyramide: An der Basis stehen Prävention und Monitoring, danach folgen giftfreie Maßnahmen und erst als letztes Mittel die Bekämpfung mit Gift.
Im Fokus stehen also immer öfter vorbeugende Lösungen wie das systematische Gebäudeschutzsystem Flexi Armour, das hilft, potenzielle Einfallstore baulich so abzusichern, dass Schädlinge erst gar nicht eindringen können. Zentral für das moderne Schädlingsmanagement sind außerdem vernetzte Systeme wie PestConnect, die physische Vorbeugung mit Echtzeitdaten verknüpfen und damit eine neue Qualität der Risikobewertung ermöglichen. Dokumentationen lassen sich zudem jederzeit aus dem System heraus generieren. So entsteht ein genaues Lagebild, das Entscheidungen fundiert und Reaktionszeiten verkürzt.
Beides – die strengeren Regularien und die fortschreitende Digitalisierung – führt dazu, dass Schädlingsmanagement präventiver, aber auch beratungsintensiver wird. Und nur wer versteht, wie Daten, Regularien und Prozesse zusammenwirken, kann Betriebe kompetent unterstützen.
Dass Rentokil einer der größten, flächendeckend agierenden Schädlingsbekämpfer in Deutschland ist, bringt für Kunden vor allem zuverlässige Abläufe. Ob in Schleswig-Holstein oder Bayern: Schulungsstandards, Prozesse und Dokumentation sind identisch; ein Vorteil, den kleinere Anbieter kaum abbilden können. Der eigentliche Wandel aber liegt in der Haltung: Für Rentokil bedeutet Schädlingsbekämpfung, Risiken zu managen, bevor ein Befall da ist.
Und genau das funktioniert nur mit Fachkräften, die ihren Kunden als echte Trusted Advisors mit Wissen und Beratungskompetenz zur Seite stehen. „Dieses Know-how basiert auf der Weitergabe jahrzehntelanger Erfahrung in unserer hauseigenen Akademie“, erläutert Dr. Klockhaus. Die dort erworbene Sachkunde ist seit 1995 dem IHK-Abschluss als gleichwertig im Gesundheits- und Vorratsschutz anerkannt.
Dr. Christian Klockhaus ist Director Science & Technology bei Rentokil Initial. © Rentokil Initial
Modell des Integrated Pest Managements (IPM) von Rentokil. © Rentokil Initial