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16 Juli 2024
Australien und Neuseeland rüsten sich derzeit für die neue Saison der Marmorierten
Baumwanze (Brown Marmorated Stink Bug, BMSB). Die in dieser Zeit verschärften
Einfuhrregelungen für Risikogüter aus zahlreichen Ländern, darunter Deutschland,
gelten jedes Jahr ab 1. September und erfordern von Exportunternehmen frühzeitige
und gründliche Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung, um kostspielige
Konsequenzen zu vermeiden.
In den vergangenen Jahren hat sich die Bedrohung durch die BMSB
weltweit verschärft. Die zunehmende Verbreitung und das invasive Potenzial dieser
Schädlinge machen sie zu einer ernsthaften Gefahr für landwirtschaftliche Produkte und
Exportgüter weltweit. Australien und Neuseeland schotten sich daher in den Herbst- und
Wintermonaten, der Baumwanzen-Saison, besonders ab. So gelten auch in diesem Jahr für
Seefracht, die zwischen dem 1. September und 30. April auf die Reise nach Australien geht,
verschärfte Einfuhrregelungen. Für Waren auf dem Weg nach Neuseeland gilt ein etwas
anderes Zeitfenster, nämlich vom Verschiffungsdatum 1. September bis zum
Ankunftsdatum 30. April.
Das Problem: Wenn die Temperaturen bei uns sinken, suchen die Marmorierten
Baumwanzen Zuflucht an dunklen und warmen Orten, sehr gerne auch in Frachtcontainern.
Betroffen davon sind viele unterschiedliche Gütergruppen, darunter Holz, Kork, Teppiche,
Glas, Metallwaren und vieles mehr. Exporteure müssen sicherstellen, dass diese Waren vor
der Verschiffung begast oder hitzebehandelt werden, um das zur Einfuhr in Australien und
Neuseeland erforderliche BMSB Treatment Certificate zu erhalten. Dabei ist es egal, ob die
Güter in den Risikoländern hergestellt oder nur aus diesen versendet werden – ohne dieses
Zertifikat droht die Vernichtung der Güter oder die Rückverschiffung auf eigene Kosten.
„Es ist entscheidend, dass Exportunternehmen jetzt aktiv werden und die nötigen
Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen frühzeitig planen“, mahnt Tim Szemjonneck,
Technischer Direktor der S&A Service und Anwendungstechnik GmbH. „Die Behörden in
Australien und Neuseeland sind streng und machen keine Ausnahmen.“
Exporteure sollten daher jetzt genau prüfen, ob ihre Waren zu den Hochrisikogütern
gehören. Wenn ja, sollten sie Lieferungsverzögerungen sowie die Kosten für eine
Schädlingsbehandlung einkalkulieren und ihre Kundinnen und Kunden rechtzeitig darüber
informieren.
Eine BMSB-Schädlingsbehandlung der Güter dürfen grundsätzlich nur die Firmen
durchführen, die wie S&A dafür zugelassen wurden. Die Serviceleistungen des
Unternehmens reichen von der Gas- oder Hitzebehandlung einzelner Container bis zum
Komplettpaket inklusive Logistik, Handling, Lagerung und Verschiffung.
Je nach Behandlungsart gibt es gewisse Vorgaben. So muss zum Beispiel bei der
Hitzebehandlung die kälteste Oberfläche der Ware innerhalb von 30 Minuten 56 °C
erreichen. Damit ist diese Form der Behandlung schneller als die mit Begasungsmitteln.
Denn diese müssen mindestens zwölf Stunden einwirken und anschließend 24 Stunden
lüften.
Entscheidet sich das Exportunternehmen für eine Begasung, dürfen die Warenpaletten nicht
völlig dicht eingeschweißt sein. „In diesem Fall raten wir unseren Kundinnen und Kunden
zum Wickelnetz. Das ist eine gute Alternative“, sagt Szemjonneck. Zudem muss im
Container genügen Platz sein, damit sich das Gas entfalten kann. Und auch das ist wichtig:
Während des gesamten Begasungsprozesses ist häufig eine Umgebungstemperatur von
10 °C oder mehr nötig.
Besondere Sendungen wie Open Top, Flat Racks und Break Bulk nach Australien müssen
vor Verschiffung im Abgangsland behandelt werden. Je nach Größe der Ware kann dies in
einer Halle oder sogar im Schiffsraum selbst erfolgen. Nach einer Behandlung an Land
müssen diese Container dann aber innerhalb von 120 Stunden auf das Schiff verladen
werden. Für Australien gilt diese Regelung nur bis zum 1. Dezember.
Die Vorgaben sind komplex und bergen für Exportunternehmen viele Fallstricke. Wer auf
Nummer sicher gehen möchte, sollte sich daher einen kompetenten Partner an die Seite
holen. S&A ist der Spezialist für Material- und Vorratsschutz und verfügt über eine
tiefgreifende Expertise in der Schädlingsbehandlung von Exportwaren. Als Teil der
renommierten Rentokil Initial Gruppe, Innovationsmarktführer auf dem Gebiet der
Schädlingsbekämpfung, erfüllt das Unternehmen zudem höchste internationale Qualitäts-
und Sicherheitsstandards und ist global bestens vernetzt.
Weitere Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten zu den Expertinnen und Experten von
S&A finden Interessierte unter www.s-und-a.de/geschaeftsfelder/bmsb
Tim Szemjonneck ist Technischer Direktor der S&A Service und Anwendungstechnik GmbH. © Rentokil Initial
Sie ist der Schrecken der Landwirte: die Marmorierte Baumwanze. © Pexels/Macro Photography