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Jetzt richtig handeln
18. Juni 2026
Die Asiatische Hornisse sorgt derzeit für viele Schlagzeilen – und für ebenso viele Unsicherheiten. In einzelnen Bundesländern sind die Sichtungen zuletzt auf Rekordniveau gestiegen. Doch wer ein verdächtiges Tier oder Nest am Haus, im Garten oder am Rollladenkasten entdeckt, sollte nicht vorschnell handeln. Rentokil, einer der weltweit führenden Anbieter professioneller Schädlingsbekämpfung, erklärt, worauf Privatpersonen achten sollten.
Erst ist da nur ein tiefes Brummen. Dann der Schatten eines dunklen Insekts am Gartenhaus. Vielleicht sogar ein kleines Nest am Rollladenkasten. Was, wenn es sich um die Asiatische Hornisse handelt? Derzeit kursieren viele widersprüchliche Informationen darüber, was bei einer Sichtung oder einem Nestverdacht zu tun ist. Wer dann selbst Hand anlegt, macht oft genau das Falsche.
„Bei der Asiatischen Hornisse ist der richtige erste Schritt gar nicht die Entfernung, sondern die sichere Bestimmung der Tierart“, sagt Dr. Christian Klockhaus, Director Science & Technology bei Rentokil Initial. „Wer ein verdächtiges Tier oder Nest entdeckt, sollte daher erst einmal Abstand halten, wenn möglich ein Foto aus sicherer Entfernung machen und fachkundige Hilfe holen.“
Verwechslungsgefahr mit geschützter Europäischer Hornisse
Denn eine sichere Bestimmung ist für Laien nicht immer einfach. Typisch für die Asiatische Hornisse sind unter anderem der dunkle Körper, gelbe Beine und ein orangegelb gezeichneter Gesichtsbereich. Die heimische Europäische Hornisse ist dagegen größer und deutlich heller gezeichnet. Zudem fliegen Asiatische Hornissen ausschließlich tagsüber bei Temperaturen ab etwa 15 Grad Celsius, während Europäische Hornissen auch abends und nachts aktiv sind. Auch die Nester ähneln sich im Anfangsstadium.
Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die Europäische Hornisse steht in Deutschland unter Schutz. Ihre Nester dürfen nicht ohne Weiteres entfernt werden. „Gerade weil aktuell so viel über die Asiatische Hornisse gesprochen wird, steigt die Gefahr von Verwechslungen“, so Klockhaus.
Nester sind kein Heimwerkerprojekt
Im Frühjahr und Frühsommer entstehen zunächst kleinere Primärnester an geschützten Stellen, etwa in Gartenlauben, Geräteschuppen, Hecken, Sträuchern, unter Dachvorsprüngen oder an Rollladenkästen. Später im Jahr können deutlich größere Sekundärnester entstehen, häufig in Baumkronen oder an schwer zugänglichen Gebäudebereichen. Durchmesser von über einem Meter sind dabei keine Seltenheit.
Grundsätzlich gilt: Die frühen Nester lassen sich deutlich einfacher entfernen. Das bedeutet aber nicht, dass Privatpersonen hier selbst aktiv werden sollten. Asiatische Hornissen verteidigen ihr Nest aggressiv. Je nach Lage, Größe und Entwicklungsstand sind für eine sichere Entfernung besondere Schutzkleidung – auch Gesichtsschutz –, technische Hilfsmittel oder zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich. „Ein Nest am Haus oder im Garten sollte man unter keinen Umständen leichtfertig mit Spraydose oder Gartenschlauch angehen“, warnt Klockhaus. „So etwas gehört in fachkundige Hände.“
Was Privatpersonen tun sollten
Wer ein verdächtiges Tier oder Nest entdeckt, sollte:
„Mein Rat lautet daher: erst prüfen, dann handeln“, sagt Dr. Klockhaus. „Ein Foto kann bei der Einordnung enorm helfen. Abstand schützt vor unnötigem Risiko. Und ein aktives Nest ist definitiv kein Ort für Improvisationen.“
Weitere Informationen zum Umgang mit der Asiatischen Hornisse und zur professionellen Nestentfernung bietet Rentokil unter >> Asiatische Hornisse: Nest entfernen
Dr. Christian Klockhaus ist Director Science & Technology bei Rentokil Initial. © Rentokil Initial
Typisch für die Asiatische Hornisse sind unter anderem der dunkle Körper, gelbe Beine und ein orangegelb gezeichneter Gesichtsbereich. © Harald Bott/NABU-naturgucker.de, CC BY-SA 4.0
Sekundärnester entstehen, häufig in Baumkronen oder an schwer zugänglichen Bereichen und erreichen einen Durchmesser von über einem Meter. © Rentokil Initial